LR-Logo-500x500Was passiert eigentlich mit meinen Bildern nach einem Shooting? Ich habe bewußt „meine“ Bilder geschrieben, weil es genau mein Workflow ist, so wie ich es handhabe. Es gibt viele Wege, die nach Rom führen und das ist halt meiner. Sicherlich wird der ein oder andere sagen, dass es auch einfacher oder schneller geht, aber dieser Weg hat sich bei mir über die Jahre festgesetzt und ich fahre sehr gut und schnell damit. Schreibt gerne in die Kommentare, wie Ihr es handhabt.

Der Import

Die erste Tat nach einem Shooting ist das Kopieren der Bilder von der Speicherkarte in einen Ordner auf den Schreibtisch. Mein iMac hat einen Firewire 800 Anschluß und dafür habe ich mir vor einiger Zeit einen passenden Card-Reader für Compact-Flash Karten zugelegt. Ich nutze 8GB und 16GB Karten und das kopieren der Daten geht mit damit ratzfatz. 8GB sind in 3-4 Minuten kopiert. Ich importiere also die Bilder nicht direkt von der Karte in Lightroom, sondern habe auf diesem Weg sozusagen eine erste Sicherung der Dateien. Ausserdem geht der Import vom Schreibtisch viel schneller (SSD sei Dank) und der Kartenwechsel zwischendurch entfällt.

Sind alle Dateien des Shooting im Ordner gelandet, geht es zum Import in Lightroom. Ich lasse die Bilder direkt in DNG umwandeln. Das spart etwas Platz und Entwicklungseinstellungen, die später in Lightroom vorgenommen werden, werden direkt in die Datei geschrieben. Somit sind diese Einstellungen auch in anderen Programmen sichtbar. Behält man das original RAW-Format, müssten die Einstellungen sonst erst in eine XMP-Datei geschrieben werden. Das gilt aber nur, wenn man Bilder in anderen Programmen öffnet, ohne über Lightroom zu gehen.

Beim Importieren lasse ich auch direkt 1:1 Vorschaudateien erstellen. Das spart etwas Zeit beim durchschauen der Bilder, da sonst erst die 1:1 Vorschau gerendert wird, wenn auf das Bild zugegriffen wird.

Anschliessend vergebe ich Stichworte. Die sehen bei mir, je nach Shooting, so aus: wer, wo, was. Also Modelname, Shooting Ort,  Art des Shootings.

Dann lasse ich von Lightroom einen Order mit den Modelname erstellen, darin wird ein weiterer Ordner mit dem Datum erstellt und darin werden dann die Bilder hinein importiert. Je nach Anzahl der Bilder dauert der Importvorgang eine Weile. das Rendern der 1:1 Vorschauen braucht nochmal extra Zeit.

Datensicherung

Ein ganz wichtiger Schritt ist die Datensicherung. Es genügt nicht die automatische Sicherung von Lightroom zu aktivieren, denn damit wird NUR der Katalog gesichert, also die Imformationen wo die Bilder zu finden sind und einige Einstellungen. Es werden dabei NICHT die Bilder gesichert! Das ist ganz wichtig zu wissen. Wer nur die automatische Sicherung nutzt, steht im Falle eines Datenverlustes mit leeren Händen, sprich ohne Bilder da!

Meine Bilder liegen auf einer NAS-Station und nach jedem Import werden die neuen Dateien auf eine zweite NAS-Station gesichert. Das ist vielleicht nicht ganz optimal, hilft auch nur bei Datenverlust z.B. durch einen Festplattenschaden. Eine Sicherung ausser Haus wäre noch empfehlenswerter, aber ich habe für mich noch keine gute Lösung gefunden.

Wenn die Sicherung gelaufen ist, kann der Ordner, den wir auf dem Schreibtisch erstellt hatten, gelöscht werden und auch die Speicherkarten können jetzt formatiert und für das nächste Shooting vorbereitet werden.

Schreibt in die Kommentare wie Ihr es angeht, wie Euer Import-Workflow aussieht.

Bis zum nächsten Post 🙂

Peter